



Die Soroptimisten Braunschweig sind Teil von Soroptimist International (SI), einer der weltweit größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Der Name „Soroptimist“ ist abgeleitet vom lateinischen sorores optimae und bedeutet übersetzt „die besten Schwestern“.
Im Jahr 1964 gründeten engagierte Frauen den SI Club Braunschweig. Wir setzen uns für die Verbesserung der Lebensbedingungen für Frauen und Mädchen ein und agieren dabei lokal, regional, national sowie global. Im Wesentlichen gliedern sich unsere Projekte in die Bereiche:
Die Schauspieldirektorin des Braunschweiger Staatstheaters, Ursula Thinnes, gab einen Einblick in ihren Werdegang, die berufliche Situation von Frauen am Theater und ausgewählte aktuelle Produktionen mit Frauenthemen.
Ursula Thinnes kann auf eine beeindruckende Theaterbiografie zurückblicken. Das Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Geschichte führte sie an Spielstätten in Chicago, Wien, Linz, Konstanz, Saarbrücken, Frankfurt und aktuell Braunschweig.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit war der Theaterbetrieb in den Führungspositionen eine Männerdomäne, in der sie sich stetig und gut durchzusetzen verstand.
Eine Schauspieldirektorin ist verantwortlich für das künstlerische Programm (in Braunschweig z.B. 15 Premieren pro Spielzeit), die Positionierung der Sparte mit der inhaltlichen Leitlinie, Zusammenarbeit mit den anderen Sparten, Engagement der Gastregisseure nebst Teams, Ensemblegestaltung/Ensembleentwicklung, Budgetplanung/Budgetverwaltung, Konflikt-management, Repräsentation des Theaters, Netzwerkarbeit sowie Kooperation mit der Stadtgesellschaft. Eine umfangreiche Tätigkeit mit vielen Herausforderungen, die es zu meistern gilt.
Derzeit wird in Braunschweig „Das kunstseidene Mädchen. 1931. 2026“ aufgeführt nach dem Roman von Irmgard Keune. Die Protagonistin Doris arbeitet als Stenotypistin, will dem Umfeld entfliehen und berühmt werden. Auf ihrem Weg nach Berlin ist sie sehr pragmatisch und ordnet alles ihrem Traum unter. Die Stadt stellt sich in den 1930er Jahren als ein raues Pflaster dar. Verwoben wird in der Theaterproduktion ferner das Schicksal der Autorin Irmgard Keune, die zu jener Zeit (1930er Jahre) eine berühmte Autorin war. Ihre Bücher wurden verboten und verbrannt, sie ging ins Exil und hatte Alkoholprobleme. Ihre Werke wurden erst in den 1970er Jahren wiederentdeckt. Die letzte Vorstellung der Inszenierung findet am 10.05. statt.
Besondere Aktualität hat das Stück „Prima Facie“ von Suzie Miller, das derzeit im Aquarium (Kleines Haus) aufgeführt wird. In dem 1-Personen-Stück wird eine erfolgreiche Anwältin thematisiert, die mit allen Tricks auch Mandanten vertritt, die vermutlich nicht ganz unschuldig sind. Diese vertritt sie auch, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht. Ein Wendepunkt kommt, als sie eines Tages selbst Opfer von Gewalt wird und den Täter gerichtlich belangen möchte. Aussage steht gegen Aussage und die Darstellung der Gegenseite entspricht ihrer früheren Verfahrensweise. Wie von Frau Thinnes und Clubschwestern, die das Stück bereits gesehen hatten kommentiert wurde, ist es ein sehr eindringlich gespieltes Theaterstück.
Zum Ende der Spielzeit 2025/26 verlässt Frau Thinnes das Staatstheater Braunschweig. Wir wünschen wir für künftige Projekt alles Gute!
Text: Silke Herrmann
Im März gab uns Anikó Glogowski-Merten einen interessanten Einblick in ihren Lebenslauf von der Studierenden zur engagierten Kulturpolitikerin. Nach dem Studium der Kunst- und Erziehungswissenschaften an der HBK folgten Stationen als Mitglied im Rat der Stadt Braunschweig, als Bundestagsabgeordnete und ab April 2026 die Position der Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung.
Kulturpolitik interessierte Anikó Glogowski-Merten seit jeher. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie 2010 zum Thema „Symbol-Macht-Politik“. Beleuchtet wurde die Funktion von Kultur als Zusammenhalt einer Gesellschaft durch Kulturidentität.
Kunst, Kultur und Geschichte sind die Grundlagen der Demokratie. In Artikel 5 des Grundgesetzes sind neben der Pressefreiheit auch Rundfunk-, Film-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit verankert und geschützt. Wie Anikó Glogowski-Merten darlegte, sorge ein demokratischer Rahmen für die Freiheit der Kunst.
Nicht unterschätzt werden darf die Kultur als Standortfaktor: einer Studie zufolge sind 1,8 Millionen Erwerbstätige in der Kulturbranche beschäftigt, die einen Jahresumsatz von ca.
€ 160 Milliarden Euro erwirtschaften.
Durch die Einschränkungen / Schließungen im Corona-Zeitraum hätte sich die Bedeutung von Kultur und Kulturschaffenden sehr eindringlich gezeigt.
Ziel von Anikó Glogowski-Merten war die Kommunalpolitik. Von ihrer Partei (FDP) ermuntert, sich für die Bundestagswahl 2021 aufstellen zu lassen, bekam sie sogleich einen Platz im Parlament. Sie gehörte dem Ausschuss für Kultur, dem auswärtigem Ausschuss sowie dem Ausschuss für Klima und Energiepolitik an. Die Bandbreite der zu bearbeitenden Themen reichte von Fragen zur Umstrukturierung bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz über Aufarbeitungen zur NS-Euthanasie, Filmförderungen, Taurus Lieferungen an die Ukraine und der Energieversorgung / Preisentwicklung durch den Ukraine-Krieg.
Anikó Glogowski-Merten sieht sich als Braunschweigerin, auch wenn sie nicht hier geboren wurde. Die Verbindung von Berlin und Braunschweig, also die Verbindung von lokaler und Bundespolitik, ist ihr wichtig.
Im Bundestag hielt sie 25 Reden. Wie schnell nach solchen Reden bereits Zitate daraus in der Presse zu lesen sind, machte deutlich, welche Verantwortung damit verbunden ist.
Ab dem 01.04.2026 ist Anikó Glogowski-Merten Direktorin der Landeszentrale für Politische Bildung. Zu ihren ersten Zielen zählt sie die Vernetzung mit anderen Landeszentralen sowie der Bundeszentrale für Politische Bildung. Wir wünschen ihr für diese vielfältige und interessante Aufgabe die nötige Energie und alles Gute!
Text: Silke Herrmann
Bildnachweis: © Stadt Braunschweig
Am 25. November, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, ruft UN-Women
weltweit zu Aktionen gegen Gewalt an Frauen auf. In Braunschweig werden folgende
Aktionen angeboten.
Vor dem kleinen Haus des Staatstheaters informiert der Soroptimist Club Braunschweig
zusammen mit der Frauenberatungsstelle über die Prävention von häuslicher Gewalt und macht
auf konkrete Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Frauen aufmerksam.
Symbolisch werden Orangen verteilt.
Für weitere Informationen zu den Orange Days am 25.11.2024 lesen Sie hier.
Am 8. März ist der Internationale Frauentag.
Es geht darum, dass Mädchen und Frauen weltweit als gleichwertig angesehen und behandelt werden. Frauen sollen in ihrer Vielfalt, unter anderem in Bezug auf Herkunft, Alter, Religion und Identität geschätzt werden.
Soroptimist International verfolgt diese Ziele seit über 100 Jahren. Der SI Club Braunschweig wird in diesem Jahr seinen 60jährigen Geburtstag feiern. Trotz der langjährigen Bemühungen um
bleibt noch viel für Mädchen und Frauen zu tun. Dies gilt regional, national und international.
Lassen Sie uns daher weiterhin aktiv und solidarisch bleiben!
Herzlichen Dank für die Teilnahme an unserem Adventskalender Braunschweiger Land. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Verkaufsstellen und den vielen Käufern!
Wir gratulieren den Gewinner*innen und danken allen Sponsor*innen! Der Reinerlös aus der Kalenderaktion geht an unsere Hilfsprojekte.
Am 4. Juli 2023 fand die offizielle Spendenübergabe durch Brigitte Blum, Präsidentin des Soroptimist Club Braunschweig statt. Zusammen mit der 1. Vorsitzenden des Fördervereins Club Braunschweig Sabine Behrens-Mayer wurden insgesamt 25.000 Euro an Förderinstitutionen aus Wolfenbüttel und Braunschweig übergeben.
Getreu dem soroptimistischen Leitspruch „ We stand up for women“ engagieren sich seit 1964 die Soroptimistinnen für Frauen und Mädchen in unserer Region. Durch den erfolgreichen Verkauf des beliebten „Adventskalenders Braunschweiger Land“ können auch in diesem Jahr wichtige Projekte unterstützt werden.
Den gesamten Artikel können Sie hier nachlesen.
Die Vizepräsidentin Dr. Barbara Lamp, der Club Braunschweig mit dem Club Bad Oyenhausen/ Wittenkindsland luden am ersten Maiwochenende zu dem Bezirkstreffen Bezirk 3 in Braunschweig ein.
Das Treffen fand vom 6. bis zum 7. Mai 2023 unter dem Thema: "Urbanisierung im 21. Jahrhundert - und was Feminismus damit zu tun hat" statt.
Nachdem am Vormittag die Besucherinnen an einer Auswahl an Stadtführungen teilnehmen konnten, diente der Nachmittag in der Alten Schmiede mit Vorträgen und Gesprächen für eine weitere Vertiefung frauenrelevanter Themen sowie dem Austausch und der Bindung mit anderen Clubschwestern im ganzen Bezirk. Am nächsten Tag vollendete eine Führung durch die Sonderausstellung im Schlossmuseum das runde Programm ab. Ausführlichere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link.
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Ihr Soroptimist Club Braunschweig